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K.U.K. Pula

Begeben Sie sich auf eine Reise in die Zeit der Donaumonarchie und entdecken Sie, wie Kaiser Franz Joseph I. Pula von einer fast verlassenen Kleinstadt zum bedeutendsten Kriegshafen der Habsburgermonarchie machte – mit spannenden Geschichten über kaiserliche Visionen, technische Innovationen, dramatische Ereignisse der Marinegeschichte und das einzigartige multikulturelle Leben in der einst größten Hafenstadt der Adria.

Es heißt, Kaiser Franz Josef I. habe am Tag der Einweihung der Marinekirche sein Schwert gezogen und die Säulen zerkratzt. Auf die Frage, was er da tue, antwortete der bereits in die Jahre gekommene Kaiser, er wolle prüfen, ob die Säulen aus Gold seien, denn sie hätten ihn so viel gekostet, dass sie genauso gut aus Gold sein könnten. Die Säulen waren natürlich nicht aus Gold, doch was Österreich mit Pula anstellte, war nicht weniger spektakulär. Pula wurde zwar nicht vergoldet, doch was einst ein verschlafenes Städtchen mit weniger als 1.000 Einwohnern war, wuchs unter habsburgischer Herrschaft in etwas mehr als einem Jahrhundert auf fast 60.000 Einwohner an. Den Venezianern war Pula als „Leichenstadt“ bekannt, da sie praktisch menschenleer war, zerstört durch Jahrhunderte voller Krieg und Hungersnöte. Ihre prächtigen römischen Denkmäler, von denen das Amphitheater das berühmteste ist, waren nun nur noch ein Schatten ihrer früheren Pracht, und die Stadt war von einem Sumpfgebiet umgeben, in dem sich Mücken tummelten, die Malaria in die Stadt brachten.

All das sollte verschwinden, und Pula sollte in jeder Hinsicht zu einer modernen Stadt werden. Der Hauptgrund dafür war die Entscheidung des jungen Kaisers im Jahr 1853, Pula anstelle von Triest zum Haupthafen der Monarchie zu ernennen, die damals nach Russland das zweitgrößte Land Europas war. Pulas größter Vorteil war sein Hafen, einer der besten im Mittelmeerraum, und tatsächlich waren es dieser Hafen und damit Pulas Verbindung zur Marine, die die Stadt prägten, wie wir sie heute kennen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte Pula über eine Marinewerft, einen Marinefriedhof, ein Marinegefängnis und ein Gerichtsgebäude, eine Marinekirche und eine Marinebibliothek, ein Marinekrankenhaus, einen Offiziersclub sowie Tageszeitungen in kroatischer, deutscher und italienischer Sprache. Begleiten Sie uns auf einer einzigartigen Reise und entdecken Sie eine Zeit, in der mehr als 20 % der Bevölkerung Soldaten waren, in der die Stadt eine tägliche Eisenbahnverbindung nach Wien hatte, in der der Hafen voller Schiffe aller Art war und in der Pula ein wahres Babylon der Sprachen und Kulturen an der Adria war.

 

Unter anderem erfahren Sie:

  • Wie das Luftkissenfahrzeug in Pula erfunden wurde
  • Wie Kaiserin Sissi den Grundstein für das Arsenal legte
  • Wie die „Titanic der Adria“, die „Baron Gautsch“, sank
  • Wie sich italienische Kommandos in Pula einschlichen und die mächtige „Viribus Unitis“ versenkten – und vieles, vieles mehr

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